Zum Ausgang der Stichwahl am gestrigen Sonntag erklärt der Ortsvorsitzende:


Die Bürger der Stadt Artern haben sich für Wolfgang Koenen entschieden. Und das trotz der Tatsache, das sich die Fraktionsmitglieder von CDU, DA und FDP vor der Wahl nicht vorstellen konnten, „..., daß dies wirklich der Wille der Mehrheit der Arterner ist.“. Ihnen hat es also letztendlich nicht nur an Realitätssinn, sondern auch an Vorstellungskraft gemangelt. Die, an die von Herrn Hintze erdachte „Rote-Socken-Kampagne“ erinnernden Wahlkampfaktivitäten des Bündnisses für Artern haben sich nicht amortisiert und wieder einmal gezeigt, daß man weder in der Lage ist, zu verlieren, noch, mit dem politischen Gegner fair umzugehen. Die Wähler haben das eindeutig quittiert.

Es wäre deshalb auch eine Lüge und eine Mißachtung der Wähler, Artern nun weiterhin als „SED-Hochburg“ zu bezeichnen, denn so viele Mitglieder hatte die SED in Artern nicht, wie Koenen gestern Wähler hatte.

Das Signal, welches, so auf der Wahlkampfveranstaltung der CDU mit Herrn Vogel geäußert, aus Artern nach der Wahl für Thüringen ausgeht, ist somit gesetzt. Das Signal, das 8 Jahre nach der Wende der Glauben in Wahlkampfversprechen gebrochen ist und die Bürger sich wieder darauf besinnen, den Kopf und nicht den Bauch reden zu lassen.

Die gesunkene Wahlbeteiligung im Vergleich zum ersten Wahlgang zeigt zwar, das beide Kandidaten es nicht vermocht haben, mehr Wähler von ihrem Ansinnen zu überzeugen, liegt aber durchaus im Trend anderer Wahlen.

Die Erwartungshaltungen an die Stadt werden nun natürlich groß. Die PDS bewegen dabei weniger die Spekulationen um ein Linksbündnis, als eher die Frage, wie sich das Bündnis für Artern in der zukünftigen Ratsarbeit einfügen wird. Ein Konfrontationskurs, wie er im Wahlkampf zu erleben war, würde der Stadt nur unnötigen Schaden zufügen. Man ist nicht gut beraten, wenn man die Politik in der Kommune von der großen Bundespolitik abhängig macht. Hier vor Ort geht es um den Bürger und um die Stadt. Fairneß und politische Glaubwürdigkeit sollten den Umgang prägen, sonst endet das Bündnis für Artern in einem Bündnis gegen Artern.


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