Zu den Ausfällen der Thüringer Landesregierung erklärt der Ortsvorsitzende:
Anstatt sich gegenseitigen Schuldzuweisungen hinzugeben, sollten die Landespolitiker von CDU und SPD endlich begreifen, daß das Arterner Wahlergebnis eine Kritik der Arterner Wähler auch an der Landespolitik ist. Mit dem Auftritt Vogel's vor der Stichwahl in Artern mußte er damit rechnen, daß die Niederlage von Peschke auch die seinige wird.
Herr Vogel ist ein eifriger Verfechter der bundesdeutschen Demokratie, damit möchte er aber auch die demokratische Entscheidung der Wähler anerkennen. Knapp 2000 Wähler haben sich in Artern für den Kandidaten der PDS, Wolfgang Koenen entschieden. Das heißt nicht, das 2000 Wähler PDS wollen, sondern, daß sie dieser Person die Leitung der Geschicke der Stadt anvertrauen wollen. Jegliche Unterstellungen des Ministerpräsidenten, auch nur ein Teil der Wähler seien undemokratisch, wie er es gegenüber mdr1-Radio Thüringen äußerte, zeugt nicht von einer demokratischen Grundeinstellung des Landesvaters. Das bestimmt wurde, welche Einstellung ein Wähler haben muß, kennen die Thüringer noch aus früheren Zeiten. Wenn Herr Vogel meint, das nur demokratisch ist, der am vergangenen Sonntag seine Partei gewählt hat, dann hat er ausreichend aus den Fehlern der DDR gelernt.
Der neue Bürgermeister von Artern wird sich in seiner Arbeit auf eine Minderheitsregierung stützen müssen. Die Schaffung von Mehrheiten über alle Fraktionen hinweg kann der Stadt Artern nur dienlich sein . Jegliche Formen von Amtsmißbrauch und Koalitionszwang aufgrund von Mehrheiten im Stadtrat sind von vorn herein ausgeschlossen. Diese Konstellation kann der Stadt und ihren Bürgern nur dienlich sein, ist doch jede Fraktion gezwungen, für das Wohl der Stadt zu agieren.