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Ein Scherbenhaufen
Glascontainer und kein Ende - auch wenn die Stadt Artern und die Kreisverwaltung offiziell schon vor Wochen das Kriegsbeil begraben haben, schwelt der Konflikt immer noch. Die Bürger sind nach wie vor verunsichert. Denn entgegen aller Beteuerungen durch die Stadtverwaltung, nach denen sich an den Standorten der Altglascontainer nichts ändern soll, wurden die Standorte durch den Sondershäuser Aktionismus doch gehörig durcheinander gewirbelt. Bürgermeister Wolfgang Koenen (PDS) ist dem Vernehmen nach stinksauer, weil die Kreisverwaltung ihm seiner Ansicht nach den schwarzen Peter zuschiebt, obwohl er lediglich eingefordert hatte, dass Artern - genau wie Sondershausen - an den Einnahmen des Kreises durch die Glascontainer beteiligt würde, wenn diese auf städtischem Grund und Boden stehen (TA berichtete). Daraufhin hatte der Kreis alle Container, die nicht auf seinem Gelände stehen, entfernen lassen, nurmehr vier waren übrig geblieben. Der Sturm der Entrüstung, der mit diesem Handeln ver-bunden war, war ebenso groß wie parteiübergreifend. Daraufhin einigten sich die beiden Parteien recht schnell. Tenor der Einigung - alles sollte weit-gehend beim Alten bleiben, die Standorte so bleiben, wie sie vorher waren. Doch wieder weit gefehlt. Auf Nachfrage bei der Stadt stellte diese gestern nun eine Liste auf, die allen, die nicht mehr wissen wohin mit ihrem Altglas, helfen sollte. Demzufolge sind sechs Standorte unverändert: die Karl-Liebknecht-Straße, die Ankerallee, die Schönfelder Straße, die Grabenstraße, die Salinestraße und der Obere Hof. Keine Container stehen neuerdings mehr an der Thomas-Müntzer-Straße, der Langen Hohle und der Rudolf-Breitscheid-Straße/Ecke Nordstraße. Dieser Container musste weichen, weil dort auf Höhe des Nettomarktes demnächst ein Kreisverkehr für die neue Ortsumgehung entstehen soll. Auch die Bewohner des Königstuhl müssen ab sofort mit nur noch einem Glascontainer - der jetzt an der Berufsschule steht - auskommen. Dafür kamen Standorte an Stellen dazu, die wirklich niemand braucht: beim Möbelhaus Weschke zum Beispiel, wohin wohl keiner seine Schritte mit einem Netz voller Altglas in der Hand lenken wird. Ebenfalls neu dazu gekommen ist ein Containerstandort am Talgebind. Was sich die Kreisverwaltung mit den neuen Standorten genau gedacht hat, wird wohl ihr Geheimnis bleiben, am Ende sind die Bürger wie immer die Gelackmeierten und müssen nun weiter laufen. 03.08.2004 Von Sebastian TAUCHNITZ
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