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Rebellion am Bauzaun
Gut Ding will Weile haben. Bereits vor 14 Tagen sollten die Bauarbeiten am umstrittenen Park & Parken-Projekt in der Arterner Innenstadt begonnen haben. Passiert ist noch nicht viel - abgesehen vom ersten Stunk mit den Anliegern. Kaum stand der Bauzaun, stand auch Otto Meyer, Inhaber des gleichnamigen Fleischergeschäftes in Artern, auf der Matte. Obwohl noch gar nicht gearbeitet werde, habe man bereits den kompletten Parkplatz am ehemaligen Hotel blockiert, wetterte er. Bürgermeister Wolfgang Koenen (PDS) reagierte prompt. Bei einem Vor-Ort-Termin wurde mit Bauarbeitern, Meyer und Verwaltung vereinbart, dass zumindest einige Stellplätze bis auf weiteres noch genutzt werden können. "Aber irgendwann wird sicher der gesamte Platz benötigt. Wir haben daher schon verschiedene Ausweichmöglichkeiten angeboten", so Koenen gestern dazu. Die Parkzeitbegrenzung sowohl in der Wasser- als auch in der Schlossstraße wurde aufgehoben, so dass auch hier länger geparkt werden kann. Nachdem bereits vor fast 14 Tagen der Startschuss für den (Park-)Platzbau fallen sollte, rechnete man gestern im Bauamt der Stadt damit, dass am kommenden Montag dann endgültig die Bagger anrollen werden. So lange hätten die Vorbereitungsarbeiten gedauert - es mussten Genehmigungen eingeholt werden, zudem erfolgte der Zuschlag recht spät. Dennoch hätten die Bauleute versprochen, dass der erste Bauabschnitt fristgemäß fertig stellen zu wollen. Doch auch dann wird das Thema die Arterner wohl oder übel weiter beschäftigen müssen. Denn was jetzt passiert, ist zwar wichtig, sehen wird man am Ende allerdings nicht viel davon. Geländeregulierungen werden vorgenommen, Ver- und Entsorgungsleitungen vergraben. Über die Finanzierung der weiteren Bauabschnitte, wenn gepflastert und die Bäume angepflanzt werden sollen, muss der Stadtrat entscheiden. Eine Mehrheit für den Weiterbau gibt es aber schon. Die PDS war ohnehin dafür, die SPD hatte das Projekt sogar in ihrem Wahlprogramm. 28.07.2004 Von Sebastian TAUCHNITZ
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