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Rückschlag für den Bürgermeister
ARTERN (st). Die Kommunalaufsicht hat nach nach Angaben des Chefs der Arterner CDU-Stadtratsfraktion, Jens Krautwurst, mittlerweile beanstandet, dass Bürgermeister Wolfgang Koenen (PDS) zum Jahreswechsel Geld aus der Aratora Wohnungsbaugesellschaft gezogen und auf das Konto des Arterner Altenheims überwiesen hat. Rund 50 000 Euro waren damals geflossen, um eine drohende Insolvenz des Altenheimes verhindern, Rechnungen und Löhne bezahlen zu können. Steffen Peschke (CDU), Aufsichtsratsvorsitzender der Aratora, hatte die Entscheidung damals an die Kommunalaufsicht gemeldet. Schließlich hatte der Aufsichtsrat kurz vor Koenens Eilentscheidung einen Kredit der Wohnungsgesellschaft für das Altenheim abgelehnt (TA berichtete mehrfach). Nach einem langwierigen Anhörungsprozedere nun also die Entscheidung der Rechtswächter des Kreises, die wiederum Koenen in Zugzwang bringt. Der Bürgermeister, der sich noch im Urlaub befindet, wird wohl oder übel noch eine Stadtratsentscheidung zum Thema einholen müssen. Spannend bleibt, ob er es vor oder nach der Kommunalwahl tut. Zwar hat der Rat kaum eine Wahl, als die Überweisung nachträglich abzunicken - ansonsten würde das Heim umgehend insolvent - aber in diesem Zusammenhang würde garantiert auch noch einmal das Mysterium um die verschwundenen 75 000 Euro angesprochen. Allein die Suche danach hat schließlich dem Vernehmen nach sage und schreibe knapp 8000 Euro an Honoraren gekostet. 27.05.2004
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