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Bonbons für Badegäste
ARTERN. Es ist alles eine Frage der Einstimmung - sichtlich beschwingt kamen Bürgermeister Wolfgang Koenen und seine PDS-Parteifreunde Kai und Torsten Blümel am Mittwochabend zur Sitzung des Hauptausschusses, nachdem sie bereits mit den Damen von der Arbeitsloseninitiative den Internationalen Frauentag nachgefeiert hatten. Die gute Laune wirkte ansteckend, von der Biestigkeit der letzten Stadtratssitzung war man meilenweit entfernt. Wohl auch, weil man dieses Mal daran ging, zumindest einige der Probleme aus der Welt zu schaffen, die beim letzten Mal noch für gehörigen Ärger gesorgt hatten. Konkret wurde über die geänderte Gebührensatzung im Arterner Schwimmbad gesprochen. Insbesondere wird darin nun genau geregelt, wie der Schwimmunterricht ab sofort geregelt und abgerechnet wird, nachdem bislang Jörg Neubauer als Schwimmmeister in dieser Frage nach Gutdünken verfahren war. Jetzt ist in der Satzung festgeschrieben, dass ein dreiwöchiger Kurs pro Teilnehmer 50 Euro kostet. Wer bis dahin das Schwimmen noch nicht gelernt hat, muss im Gegensatz zu früher trotzdem bezahlen, hat aber die Möglichkeit, für fünf Euro pro Stunde so lange weiter zu üben, bis alles richtig klappt. Es bleibt also weit weniger Spielraum für kreatives Abrechnen als bisher. Ansonsten gab es noch einige Bonbons für die Bürger. So muss jetzt bereits ab 17 statt bisher ab 18 Uhr nur noch der halbe Eintrittspreis gezahlt werden, lassen sich einmal gekaufte Zehnerkarten auf die kommende Saison übertragen - das lohnt sich besonders, wenn zwischenzeitlich wieder einmal die Preise angehoben werden sollten. Bernd Reiber (SPD), der auch im Sozialverband VdK engagiert ist, kam zudem mit seinem Vorschlag durch, nach dem die Begleitpersonen von Behinderten, die in ihrem Ausweis das Merkzeichen "B" haben, freien Eintritt ins Bad bekommen, wenn der Behinderte den vollen Eintrittspreis zahlt. Sebastian TAUCHNITZ, 11.03.2004
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