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Zusammenraufen hinterm Gartenzaun Den Beweis, dass es doch geht, wollen die Spitzen der Arterner CDU-, SPD- und PDS-Fraktion antreten. Sie treffen sich regelmäßig, um doch noch einige Projekte auf den Weg zu bringen. Ein Foto in "Thüringer Allgemeine" war der Auslöser. Es zeigte die Fraktionschefs Jens Krautwurst (CDU), Bernd Reiber (SPD) und Kai Blümel (PDS) im Gespräch am Gartenzaun. Denn alle drei wohnen am Arterner Gerichtsrain. Es reicht also, wenn jeder ein paar Schritte auf den anderen zugeht und schon trifft man sich in der Mitte des Wohngebiets. Dieser Gedanke war es, der die drei im Stadtrat stellenweise erbitterten Gegner dazu brachte, sich zusammen zu raufen. Seit Jahresbeginn habe es eine ganze Reihe von Treffen gegeben, um vor den Kommunalwahlen Ende Juni doch noch etwas auf den Weg zu bringen, nachdem man sich jahrelang das Leben schwer machte. Zunächst nahm man sich des drängendsten Themas an - der Entscheidung über den Verkauf des Arterner Altenheims. Und auch dafür übte man erst noch etwas Gemeinsamkeit, indem die drei Vordenker der Stadtratsfraktionen zunächst den zweiten Schritt vor dem ersten setzten und sich überlegten, wo die Bibliothek einziehen soll, wenn das Altersheim verkauft wird. Drei Standorte wurden genauer in Augenschein genommen: der Teil des oberen Hofes, in dem auch das Schulamt sitzt, die Immobilie von Annegret Gartenbach in der Leipziger Straße und die Ex-Bauarbeiterbaracke am Königstuhl. Nun sollen konkrete Angebote eingeholt werden, danach wollen sich die Fraktionschefs entscheiden. Aufgeschoben wurde auch das Votum über den Verkauf des Altenheimes an die Mitarbeiter. Bürgermeister Wolfgang Koenen (PDS) soll erst noch einmal über den Preis nachverhandeln, sonst müsse abgelehnt werden, hieß es. 29.01.2004 Von Sebastian TAUCHNITZ
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