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Hoffnung für Arterns Gläubiger
ARTERN (st). Die Stadt Artern hat mittlerweile einen Antrag auf zinslose Überbrückungshilfe beim Thüringer Innenministerium gestellt. Das bestätigte gestern Bürgermeister Wolfgang Koenen (PDS) im Gespräch mit "Thüringer Allgemeine". Insgesamt rund 600 000 Euro habe man sich beim Land erbeten, um die aufgelaufenen Verbindlichkeiten für Löhne und Gehälter, Rechnungen und die Kreisumlage begleichen zu können, so Koenen. Die Summe soll ausreichen, um bis zur nächsten Überweisung der Schlüsselzuweisung - also der Steueranteile der Stadt - zahlungsfähig zu bleiben. Mittlerweile haben auch die Fraktionschefs im Stadtrat nach eigenem Bekunden der Beantragung dieses Überbrückungskredits zugestimmt. Sie hatten noch vor Wochen diesen Schritt als weitere Neuverschuldung rigoros abgelehnt. Im Innenministeriums hieß es gestern, man werde, sobald der Arterner Antrag eingegangen sei, schnell reagieren. "Das liegt schließlich in der Natur der Überbrückungshilfe, dass kurzfristig auf Engpässe reagiert werden kann", so Helmut Simon, dort als Abteilungsleiter für kommunale Angelegenheiten tätig. Das sei allerdings kein Freifahrtschein für Stadtrat und Verwaltung in Artern. Das Geld müsse natürlich zurückgezahlt werden. Daher sollten umgehend erste Schritte in Richtung einer spürbaren Entschuldung gegangen werden, um eine erneute Zahlungsunfähigkeit zu verhindern. 19.08.2003
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