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Kommunalpolitik
Jusos: Flug ohne Wiederkehr für
die Blümels Antwort auf "Arterner
Ratsblättchen" der PDS-Stadträte
Von Karl-Heinz Klarner Artern/MZ.
Rund vier Wochen nach dem Erscheinen des politisch heftig
umstrittenen "Arterner Ratsblättchen" der PDS
haben die Jusos der Stadt Artern mit einem eigenen Faltblatt
reagiert. Die SPD-Nachwuchsorganisation hat am vergangenen
Wochenende rund 1 600 Exemplare an die Haushalte der Stadt Artern
verteilt. Mit der Wurfsendung wolle man die Lügen und
Halbwahrheiten aus dem PDS-Papier widerlegen beziehungsweise
entkräften, erklärte Juso-Mitglied Nicol Loeschmann
gestern auf Anfrage der Mitteldeutschen Zeitung. In dem Papier
schlagen die Jusos unter anderem vor, die Einwohner an der
Finanzierung von Flugtickets ohne Rückflug für die
beiden PDS-Stadträte Torsten und Kai Blümel zu
beteiligen. Der Zielort solle da sein, "wo der Pfeffer
wächst", heißt es in der Schrift. Wie berichtet,
hatte die PDS-Stadtratsfraktion unter Federführung der
beiden Blümels Ende Juni in dem Ratsblättchen eine
Gegenüberstellung betrieben, in der die CDU-Fraktion als
Bremser der Stadtentwicklung dargestellt worden war. Gleichzeitig
verwies man auf die Erfolge von Bürgermeister Wolfgang
Koenen (PDS) während seiner Amtszeit. Die PDS reagierte
damit auf die Absicht der Fraktionen von CDU, SPD und
FDP/Demokratischer Aufbruch, ein Abwahlverfahren gegen das
Stadtoberhaupt einzuleiten. Unter anderem warf die PDS den
Christdemokraten vor, für die Schließung des
Krankenhauses und für das drohende Aus der Polizeiinspektion
verantwortlich zu sein. Dem halten die Jusos entgegen, dass das
Ende für den Arterner Klinikstandort Bestandteil eines
Konzeptes sei, das für eine Modernisierung des Frankenhäuser
Krankenhauses Voraussetzung gewesen sein soll. Zu den
Spekulationen um den Wegfall der Polizeiinspektion in der
Unstrutstadt verweisen die Jusos auf die Verantwortlichkeit des
Freistaates. Zudem wehren sich die Jungsozialisten gegen die
Darstellungen der PDS, Bürgermeister Wolfgang Koenen sei es
zu verdanken, dass die Eröffnung der zentralen Bußgeldstelle
bevorsteht und das Amtsgericht neu gebaut worden war. Letzteres
sei durch die Vertragsgestaltung des kurzzeitig amtierenden
Bürgermeisters Dimitar Petrow (SPD) zustande gekommen. Und
der Umzug der Bußgeldstelle sei eine Entscheidung der
Landesregierung gewesen, argumentiert die Nachwuchsorganisation.
"Wir hoffen, dass die Blümel-Brüder in Zukunft zur
Sacharbeit zurückkehren, statt weiterhin Lügen und
Halbwahrheiten zu vermitteln", hoffen die Verfasser des
Flugblattes trotz des eingangs erwähnten Wunsches nach den
Flugtickets für die politisch engagierten Geschwister.
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